Winfried Schäfer pensioniert
In den Ruhestand verabschiedet wurde am letzten Tag des Schuljahres Oberstudienrat Winfried Schäfer, Lehrer für Deutsch und Geschichte am Kurfürst-Salentin-Gymnasium. Der gebürtige Krufter ist ein ehemaliger Schüler des KSG, wo er im Jahre 1957 das Abitur ablegte. Nach Beendigung seines Universitätsstudiums in Bonn leistete er seine Referendarzeit am Mayener Gymnasium ab und kehrte 1965 als Lehrer an seine ehemalige Schule zurück.
„Er war als kritischer Geist ein wesentlicher Mosaikstein im Leben der Schule“, stellte Direktor Eberhard Häckell heraus. Geprägt vom Geist der Achtundsechziger, verstehe sich Schäfer als Aufklärer im besten Sinne des Wortes. Seine Vorstellung von Schule und Bildung sah er jedoch verfälscht durch die Schulreform der letzten zehn Jahre („Götter-Dämmerung“), die statt Lernstoff „Events“ in den Vordergrund stelle und den Lehrer mehr als „Entertainer“ betrachte. „Er war der Bewahrer des Universitätswissens“, meinte Kollegin Mathilde Pöttgen im „literarischen Quartett“ und traf damit wohl auch den Kern des Philologen Schäfer, dessen besondere „Vorliebe“ feministischen Sprachschöpfungen galt.
Das KSG verlassen haben auch Petra Feth (Sozialkunde, Englisch), die nach Kaiserslautern geht, und die Sekretärin Marion Eßfeld, die als Sekretärin zur Realschule Mendig wechselt.
G. S.