Sonja Spitzley sammelt für Brasilien
Sonne, Meer, fröhliche Menschen und der Karneval in Rio -für viele Deutsche ist Brasilien ein Traumland. Daß der deutsche Traum vom Leben am Zuckerhut für viele Brasilianer eher traumatisch ist, erfuhren Schüler des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums. Durch persönliche Erfahrungen von Salentiner Vertrauenslehrer Walter Schäfer und Informationen der „Stiftung für internationale Solidarität und Partnerschaft" (SiS) in Bonn auf dem Klassen-sprecherwochenende konnten sich die KSG-Schüler ein Bild machen: Kinder und Jugendliche in ihrem Alter haben oft keine Chance auf eine Ausbildung, weil sie frühzeitig für ihre sozial schwachen Familien mit verdienen müssen. Die Familien leben in Slums mit katastrophalen hygienischen Verhältnissen. Die SiS hilft Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg aus dem Teufelskreis mit geeigneten Bildungsund Ausbildungsmöglichkeiten.
Dies gab für Sonja Spitzley, Abiturientin am KSG, den Anstoß für eine Spendenaktion innerhalb der Schule. Sechs Monate lang informierte Spitzley mit Hilfe von Stefanie Göbel und Manuel Wohde ihre Mitschüler durch Plakate und plante die Spendenaktion. 900 Mark kamen schließlich zusammen.
Schulleiter Eberhard Häckell lobte das Engagement: „Ihr habt damit einen Beitrag zur Festigung und Verbesserung des Lebens junger Menschen geleistet." Schülersprecher Lars Hörnig gab aus den Einnahmen der Karnevalsveranstaltungen 500 Mark von Seiten der SV hinzu, so daß sich SiS-Vertreter Jörg Wild am Ende über 1.400 Mark vom KSG freuen konnte: „Ihr seid damit ein Vorbild für andere Schulen!" so Wild. Mit dieser einmaligen Spendenaktion soll die Partnerschaft zwischen Schule und SiS aber keineswegs zu Ende sein: Schon mit den Projekttagen im September soll eine neue Aktion gestartet werden.
Kirsten Rulf